Sonntag, 8.2.2026 - 14.30 Uhr, Matthias - Ehrenfried- Haus, Würzburg

 Newcomer-Vortrag: Höhlen Micha Lutz & Georg Scheuring live

Die Veitshöchheimer erzählen eine Reise durch die verborgene Welt der Höhlen



Seit ihrer Jugend hat Michaela Lutz & Georg Scheuring eine Leidenschaft für die Fotografie. Spontan und eher zufällig entdeckte sie mit ihrer Familie in der fränkischen Schweiz die faszinierenden Tiefen der Höhlen.  Bald hatte sie das „Höhlenfieber“ vollends gepackt und sie wollte größere Höhlen. So ging es nach der fränkischen Schweiz, auf die Schwäbischen Alb. Später folgten der französischen Jura, Slowenien, Südfrankreich, Großbritannien und auch Borneo, um nur eine Auswahl der Orte zu nennen.

Während die Höhlen größer (das längste System bisher war 50 km), tiefer (noch keine 1000m, aber einige hundert Meter unter die Erde) und spektakulärer (farbiger Sinter) wurden, konnten die Fotografien nicht mithalten. Die ersten Versuche brachten nur mäßige Ergebnisse, da die Höhlenfotografie wie Studioaufnahmen unter Extermbedingungen sind. Erst auf einem Höhlenfotografentreffen lernte sie Gleichgesinnte kennen und hat die Chance wahrgenommen zu lernen.

Heute darf sie mit ihrem Mann Georg Scheuring Höhlen betreten, die aus Schutz vor Vandalismus verschlossen und streng geschützt sind. Sie erforschen neu entdeckte Höhlen, erkunden solche mit streng limitierten Zugängen und erzählt über ihre Abenteuer in Vorträgen. Es vergeht kein Jahr ohne Höhlenbefahrungen- meist sind es zwischen 25- 40 Tage im Jahr.

Vielen fragen sich: Warum dieser Einsatz? Denn häufig sind die Exkursionen mit Schrammen und blauen Flecken verbunden, dem Quetschen durch kleine Spalten, Kriechen durch Schlamm, Schwimmen durch kaltes Wasser und stundenlangen Märschen.  Die Säcke sind schwer, die Aufstiege zehren an den Kräften.

Andere fragen: Ist das nicht gefährlich? Ja, Höhlenbefahrungen erfordern mentale Stärke, Konzentration (Fehler können tödlich sein) und ein Team auf das man sich absolut verlassen kann. Auch eine gute Planung ist unerlässlich: Das Material muss sorgfältig ausgewählt werden, der Wetterbericht gecheckt- damit man nicht von einem Wassereinbruch überrascht wird. Kraftreserven für den Rückweg müssen bedacht sein, auch wenn die Neugier, was hinter der nächsten Engstelleliegt, riesig ist.

Die häufigste frage lautet jedoch: So oft- ist nicht jede Höhle gleich? Warum macht ihr das?
Die Antwort ist ganz klar: „Weil unter der Erde die Stille wartet. Weil es Abenteuer und Einsamkeit bietet, die die Entdeckerfreude ankurbeln. Es ist eine mentale und physische Herausforderung, die absolutes Vertrauen in die Teammitglieder erfordert. Die Mühe wird fast immer durch Abenteuer und ein Wunderwerk an Formen und Farben belohnt, das einen jedes Mal aufs Neue staunen lässt.“

Und es ist ja nicht so, dass sie nichts von der Natur und der Landschaft sieht. Oft stehen sie mit ihrem Camper an einsamen Orten, direkt vor einem Höhleneingang. Da kann es vorkommen, dass sie morgens aus dem Fenster ein Rotte Wildschweine sieht, sie nachts Wölfe heulen hört oder dass sie, bevor es in die Höhle geht, ein paar besondere Tiere oder Blumen fotografieren muss, während ihr Mann das Frühstück macht und sie auf der Pirsch liegt.

© Bilder Michaela Lutz




Micha Lutz

 

Ich bin Micha. Draußen sein, Schönes sehen und beobachten. So fing es an für mich. 

Dann wollte ich davon etwas mit nach Hause bringen, füllte Bücher und Kalender mit meinen Bildern.
Stille Orte, vorallem Höhlen und ein Hauch Abenteuer beeindrucken mich am meisten. Doch auch Menschen an solchen Orten zu fotografieren, einzufangen, was sie dort inspiriert. Das ist für mich ein magischer Moment

www.fotoeinblicke-michalutz.de


 
 
 
 
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